Was für ein Bienenjahr

Der Frustrationslevel war in 2021 sehr hoch, wobei die Übellaunigkeit mittlerweile verflog und wir uns auf das kommende Jahr freuen. Wir sind felsenfest davon überzeugt, im kommenden Jahr wird Alles besser (Running Gag in der Imkerschaft) und es wird auch wieder Honig geben. Damit will ich nicht ausdrücken, dass es in 2021 keinen Honig gab, nur der Aufwand der betrieben werden musste, um das flüssige Gold zu ernten schlug dem Fass förmlich den Boden aus.

Doch von vorne erzählt. Die Volksentwicklung im Februar und März war überdurchschnittlich gut. Bereits Mitte Februar bei Temperaturen um die 15° schiedeten wir die Völker ein und konnten dabei vorangeschrittene Brutaktivität feststellen, trotz der sehr kalten Wetterperiode in den Vortagen von bis zu -17°. Futterreserven waren ausreichend eingelagert, so dass die Völker bis Mitte April genügend Treibstoff zur Verfügung hatten. Das Wetter war Anfang April ebenfalls zufriedenstellend, im Vergleich zu den Vorjahren hatten die Böden genügend Feuchtigkeit und auch die sommerlichen Wärmetage blieben aus. Die Vegetation entwickelte sich sehr vielsprechend, die Vorzeichen standen auf eine erfolgreiche Frühjahrsernte. Aber dann… Das Wetter, ab Mitte April, kaum Sonne, Regen, kalte Nord- und Ostwinde. Nur an wenigen Tagen flogen die Bienen aus um Pollen und Nektar zu sammeln. Die Tracht die eingefahren wurde, wurde auch postwendend von den Völkern verbraten. Anfang Mai dann der absolute Tiefpunkt. Die Völker die wir in die Rapstracht brachten, zeigten laut Stockwaage seit Tagen Gewichtsabnahmen an, so dass wir gezwungen waren unsere Völker zu füttern. Und die Fütterung erfolgte keinen Tag zu früh! Erst die letzten drei – fünf Tage der Rapstracht brachte etwas Nektar in die Honigräume. Bei den Völker die in der Obstblüte standen das ähnliche Drama, nur die Völker in den wirklich windgeschützten und sonnigen Lagen, ließen eine „normale“ Honigernte zu. Parallel dazu hatten wir noch in höheren Lagen Völker im Raps stehen, dort sah es dann Gott lob etwas anders aus, da Ende Mai endlich die erforderlichen Temperaturen vorherrschten. Lange Rede kurzer Sinn, die Frühjahrsernte war im Vergleich zu den Aufwänden unterunterdurchschnittlich.

Zadantvolk beim Auswintern im Februar, wo zum Geier setzt man hier das Schied ?

Die Anwanderung in den Akazienwald stand auch unter keinem guten Stern. Unser Ziel war es an dem Abend der Abfahrt gegen 23:00 Uhr die Völker auf den Hänger verzurrt zu haben und ins 400Km entfernte Brandenburg aufzubrechen. Letztendlich verzögerte sich aufgrund logistischer Probleme (wenn Probleme, dann aber knüppeldick!) die Abfahrt um fünf Stunden. Um vier Uhr morgens fuhren wir erst los und ich war bereits seit 22 Stunden ohne Schlaf…. Imkerromantik? Von wegen… Knochenjob! Gegen 09:00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel, hundemüde aber sicher angekommen. Beim Aufstellen der Bienenböcke dann das nächste Chaos (uns wurde ein neuer Standort zugewiesen), der Boden war so weich, die Böcke sackten der Reihe nach ab. Also mussten wir erneut improvisieren, aufgeben ist keine Option, obwohl ich schon dran dachte abzubrechen, irgendwann ist einfach genug (dementsprechend laut wurde ich dann auch das eine oder andere Mal)! Um 13:30 Uhr hatten wir es endlich geschafft, die Völker standen sicher, die Fluglöcher waren offen, die ersten Bienen kamen bereits mit Pollenhöschen zurück. Mittlerweile war ich bei 31,5 Stunden ohne Schlaf angekommen, Außentemperaturen um die 30° und fix und fertig! Der Rückmarsch war dann noch geprägt von einem Stau, um 18:00 Uhr erreichte ich dann die Heimat. Ich duschte mich kurz, meine Lady bereitete das Essen vor und während ich mir die Gabel in den Mund schob, schlief ich ein….. Wahnsinn was für ein Tripp, wird aber in der Form unvergesslich bleiben. Mein Dank an meinen Dad, der sich mit 76 Jahren das noch antut (freiwillig). Die Akazienernte sorgte dann für den seelischen Ausgleich. Wir holten eine Zwischentracht und unser Ziel war es drei Tage später die Völker aus Brandenburg abzuziehen (die Robinien waren bereits verblüht). Jedoch zeigte die Stockwaage weiterhin Zunahmen um die 3 Kg pro Tag an. Im Vergleich zu unseren fränkischen Trachtgebieten ein paradiesischer Zustand. Bei uns fiel die Waldtracht komplett aus. Sommerblüten und Lindenblüten waren zwar reichlich vorhanden, jedoch auch zur Hauptracht…. Regen, Regen, Regen. Die heimische Sommerblütenausbeute ging auch Richtung katastrophal! Wie bereits erwähnt die Lange Standzeit in Brandenburg brachte den nötigen Erfolg!

Manchmal muss man auch Glück haben! Bei einem Unwetter fiel der Baum direkt neben das Waagevolk, ohne irgendetwas zu beschädigen. Zwar erhielt ich eine Alarm- SMS von meiner Waage und zugegeben, ich war dann etwas Nervös (Diebstahl/ Schwarmabgang etc…????), die Nervosität war aber unbegründet. Gott lob habe ich immer eine Säge im Transporter 🙂

Genug gejammert, auch in 2021/2022 können wir Honig anbieten nur leider keinen Waldhonig, ansonsten ist alles wie gewohnt verfügbar, ob wir damit aber über die Runden kommen steht auf einen anderem Blatt, wir werden sehen. Honig zukaufen und unter dem eigenen Label vermarkten ist für uns keine Option…. so ein Zukauf ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man bekommt (frei nach Forest Gump) 😀

Ganz anders stellten sich die Königinnenvermehrung und die Begattungsergebnisse dar. Bereits die Zellenannahme bis zur Verdeckelung war überdurchschnittlich gut. Natürlich war dies nicht ohne entsprechende Vorbereitung möglich. So wurden für meine ca. 150 gezogenen Königinnen ca. 30kg Honig für die Aufzucht benötigt. Die Anbrüter wurden bereits Tage vor dem einbringen der Zuchtlatten gefüttert und bekamen auch eine Larvenserie als Test. Für die tatsächliche Zucht wählte ich dann nur die Anbrüter aus, welche mindestens 90% der Testlarven anzogen. Aufgrund der äußerlichen mißerablen Aufzuchtbedingungen habe ich dieses Jahr für die Zellenversorgung erstmalig aus dem Frühjahr gewonnenen Pollen in Honigwasser aufgelöst und bei Einbringung der Zuchtlatte verfüttert. Die Fütterung hielt ich dann bis zur Zellenverdeckelung aufrecht. Für die kommenden Jahre wird die Vorgehensweise in Routine übergehen, die Larven schwammen förmlich in Gelee Royale, dementsprechend schöne und kräftige Königinnen kamen zu Stande. Wie sagt ein mir bekannter Züchterkollege….. Zucht kostet, in der Tat!

Wunderschöne Zellen aus einem Anbrüter nach Bruder Adam, auch nicht schlecht.

Auch hat sich erneut die Königinnenaufzucht im Miniplus bewährt. Nur für absolute Sonderfälle bzw. als eventuelles Backup werde ich noch Honigraumanbrüter erstellen. Für 2022 habe ich mir des weiteren vorgenommen die Anzucht in weiselrichtige Minis anzugehen. Speziell dafür habe ich im Spätsommer Miniplusüberwinterungseinheiten mit zweijährigen Königinnen gebaut. Die Damen gehen dann 2022 in die dritte Saison, wenn die Völker keine Zellen anziehen, dann weiß ich auch nicht mehr. Natürlich wird es eine schwierige Aufgabe werden den idealen Zeitpunkt zu finden, bzw. den für die Anzucht notwendigen Zeitpunkt zu schieben, aber auch dafür habe ich bereits so meine Ideen, mal sehen ob es gelingt. Begattungstechnisch habe ich in 2021 ein kleines Experiment vorgenommen. Erstmalig nahm ich wenige Begattungseinheiten mit auf Wanderung. In der Regel stehen in dem von mir angewanderten Trachtgebieten zwischen 25 – 30 meiner Topvölker, dementsprechend hoch ist auch der Drohendruck für eine hoffentlich schöne erfolgreiche Standbegattung, so zumindest die Idee. Was soll ich sagen, ein voller Erfolg! Das Begattungsergebnis lag bei 100%, späte Umweiselungen nicht feststellbar. Auch zeigen die Bienen der Königinnen so gut wie keine „Fehlfarben“ und die Überwinterungseinheiten die diese Damen aufbauten sind auch vielversprechend. Jedoch kein Vorteil ohne Nachteil, die Einheiten müssen umgehend nach der Begattung raus aus dem Trachtgebiet, ansonsten verhonigen die Einheiten vom Schrecklichsten, evtl. lässt sich die Aktion ja dann mit einer Zwischenernte verbinden? Auch diese Erfahrung würde ich gerne in Serie geben, wenn nur nicht der mangelnde Platz bei den An- und Abwanderungen im Fahrzeuggespann vorherrschen würde. Lange Rede kurzer Sinn, eine neue Form „meiner“ Standbegattung.

Die Spätsommeraktivitäten, bzw. Einwinterungsaktionen. Auch 2021 haben wir die Völker im brutfreien Stadium behandelt/ saniert. Es wurden Kunstschwärme erstellt mit einhergehenden Umweislungen. Erstmalig habe ich eine größere Anzahl von Völker über Bannwaben (zwei Brutraum- Rähmchen) in einen brutfreien Status geholt, um dann mit Oxsalsäure zu entmilben. Ich wollte einen Vergleich ermitteln zwischen den Brutentnahmevölkern und den Bannwabenvölkern bzgl. der Volksstärke im Winter. Mein bisheriges Fazit, die Aufwände die Völker zu entmilben sind ähnlich, nur die Aktivitäten bzw. Zeitpunkte verschieben sich. Auch bei den Volksstärken konnte bis Dato kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Ich bin mir nicht sicher wie ich 2022 verfahren werde, der große Nachteil des Bannwabenverfahrens ist die hohe Anzahl (gemessen an der Völkerzahl) von verdeckelten Butwaben die zeitnah zu entsorgen sind. Der Vorteil, die im Frühjahr eingebrachten Mittelwände als Randwaben sind für eine weitere Saison locker nutzbar, da die Waben bereits ausgebaut, Brutfrei und mit Pollen- und Futterreserven versehen sind, die im Gegensatz zu den Brutentnahmevölkern nicht eingebracht bzw. für den zusätzlichen Wabenausbau verfüttert werden müssen. Entscheidend ist jedoch die Milbenbelastung, um ein Gefühl dafür zu bekommen erfolgte Ende Oktober eine Befallskontrolle. Zwischen beiden Testreihen waren kaum Unterschiede auszumachen. Tendenziell zeigten die Brutentnahmevölker etwas höheren Milbenfall, was aus meiner Sicht logisch erscheint, da die Völker früher im Spätsommer erstellt wurden und demnach früher brutfrei waren, dementsprechend gingen die Völker natürlich auch früher in Brut. Bedeutet zwangsläufig, auch die Milben hatten ca. eine Generation mehr Zeit sich zu vermehren. Dennoch keine Völker der Testreihen benötigten Ende Oktober eine Zwischenentmilbung. Unabhängig davon bin ich mir nicht sicher ob ich das Bannwabenverfahren aus ethischen Gründen weiterhin anwenden werde. So viele Lebewesen vernichten, da blutet mir einfach das Herz! Auch an der Front bleibt es spannend. Scalvini- Käfige kommen nur noch bei Völkern zum Einsatz die definitiv im Nachgang umzuweiseln sind. Meine Erfahrung zu den Scalvinis, die Königinnen die im Scalvini einen Brutzyklus ausharren müssen, kommen nicht mehr annähernd auf die „Beine“, betreffend der „Nutzung“ als Trachtvölker im Folgejahr.

Richtig dicke Bienenmasse, bereits mit Oxalsäure besprüht. Dazu noch eine junge Königin (natürlich im Ausfresskäfig) und ein nahezu milbenfreies Volk entsteht.

Endlich Winter 🙂 Mittlerweile kehrte eine gewisse Ruhe ein. Die Herbstarbeiten (Auskochen, Material sortieren, Material nachbestellen etc.) sind erledigt, auch gönnten wir uns einen 14 tägigen Urlaub. Die Energie für die anstehenden Winteraktivitäten (u.a. Beutenbau *kopfschüttel*) kehrt zurück und natürlich macht man sich auch so seine Gedanken wie es war und wie es weitergeht. Während der Hauptsaison (wenn man auf dem Zahnfleisch daher kommt) stellt man sich schon das eine oder andere mal die Frage, warum und weshalb zum Geier betreibt man den ganzen Wahnsinn…. ich habe bis heute keine Antwort gefunden, außer dass ein „Aufhören“ zumindest im Moment unmöglich erscheint. Meine Absicht (gesundheitsbedingt) im Herbst 2020, die kommenden Jahre zu reduzieren und die Imkerei auslaufen zu lassen, habe ich zwangsläufig über Bord gehen lassen. Zwangsläufig? Zum einem ist die Gesundheit wieder hergestellt, zum anderen ist die Völkeranzahl erneut gewachsen. Aber was will man machen, wenn keine Völker verenden, Königinnen in rauen Mengen zur Verfügung stehen und der innere Antrieb vorhanden ist, ja nichts zu übersehen/ zu verwerfen? Dann erscheint es als wäre diese Leidenschaft eine endlos Spirale. Aber eines ist klar, man wird nicht jünger und wir werden uns zukünftig „anders“ aufstellen, wie immer das dann aussehen wird.

In diesem Sinne wünschen wir euch/ Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich hoffe wir sehen uns.

Umlarvtermine 2021

Die Umlarvtermine für 2021 stehen nun fest. Wer Interesse an Buckfast- Zuchtstoff hat, für den larve ich um: Die Termine sind nach Absprache am 29.5., am 05.06. sowie am 11.6. Preis pro Larve 1€. Bitte eigenes Zuchtmaterial mitbringen, Näpfchen, Halter, Zuchtlatten, etc… und ganz wichtig ein feuchtes Handtuch zum einwickeln der Larven, damit diese beim Transport nicht austrocknen. Kontaktaufnahme unter: servus@imkerei-friedrich.de

*vergriffen* Zander- Mittelwände abzugeben

Wir haben uns dazu entschlossen unser Standmaß komplett auf Zadant umzustellen, Demnach haben wir Zander Wachs- Mittelwände in Topqualität abzugeben. Das Wachs ist aus unserem eigenen Kreislauf, es wurde nichts hinzugekauft! Die Mittelwände sind im 5,1er Zellmaß gewalzt, gewalzte Mittelwände haben den Vorteil gegenüber gegossenen Mittelwänden, dass sie wesentlich weniger Bruchanfällig sind. Preis pro Kg 14,50€. Anfragen unter +491735165486.

Zander Mittelwände aus eigenem Wachskreislauf

*ausgebucht* Vorbestellungen von Königinnen und Ablegern

Die vergangenen warmen Tage nutzten wir dazu unseren Völkerbestand auszuwintern. Auch diesen Winter ist es uns gelungen unsere Völker erfolgreich über die kalte Jahreszeit zu bringen. Es zeigten sich schöne kräftige Völker mit vitalen Königinnen. Demnach steht genügend Bienenmaterial für die Ablegerbildung im Zandermaß und für die Königinnenzucht zur Verfügung. Die Ableger werden mit einer standbegatteten F1 Tochter (aus 2021, gezeichnet, auf Wunsch mit Flügelschnitt) von unseren Zuchtköniginnen erstellt und sind bei der Abgabe entsprechend gegen die Varroamilbe behandelt. Bestellungen für Königinnen und Ableger nehmen wir noch über unser Kontaktformular entgegen.

Noch wenige Königinnen aus 2020 und 2019 abzugeben.

Wir haben noch standbegattete F1- Königinnen aus 2020 abzugeben. Die Königinnen sind seit ca. sechs Wochen in Eilage, gezeichnet inkl. Flügelschnitt, Preis pro Dame 35€ zzgl. Prio- Versand und Nachverfolgung (wird in der Regel am nächsten Tag geliefert).

Wirtschaftsköniginnen aus 2019, ebenfalls standbegattete F1, gezeichnet auch bei den Damen ist der Flügel geschnitten. Preis pro Dame 17,50€ zzgl. Prio- Versand. Kontakt: +49 1735165486

Doppelminiplus- Beuten und Ablegerkästen zu verkaufen

Wir trennen uns ab sofort von Zander- Ablegerkästen (5 Waben). Bestehend aus Gitterboden mit Fluglochkeil und Varroaschieber, Liebig Zanderzarge Deckel und Abdeckung. Die Kästen sind z. B. mit einer weiteren Zarge auf 10 Rähmchen erweiterbar. Guter Zustand, teilweise unbenutzt, Preis 27,50€ (ohne Rähmchen). Mit 5 Zanderrähmchen und eingelöteten Mittelwänden (aus eigenen Wachskreislauf) 40€

5 Waben Zanderablegerkasten
Auch mit Rähmchen und Mittelwände erhältlich.

Doppelminiplussystem, mit dem System können sie zwei Königinnen während der Saison parken. Bestehend aus Gitterboden, zwei Fluglochkeile, Varroaschieber, Zarge für 12 Miniplusrähmchen, Trennschied und Deckel. Das Format eignet sich auch hervorragend mit einer Adapterzarge, die Einheit auf ihr Standmaß umzusiedeln. Preis 35€

Auch mit 6- Waben Adapterzarge Zander erhältlich, inkl. Rähmchen mit Mittelwände, Aufpreis 20€.

Bienenvölker in unterschiedlichen Maßen abzugeben

Verkaufe Bienenvölker im Miniplus (24 Waben), Königin aus 2019, Völker sind aufgefüttert und bereits gegen die Varroamilbe behandelt. Königinnen sind gezeichnet mit Flügelschnitt. Abgabe auch im Beutensatz. Preis auf Anfrage.

Zandervölker auf 10 Waben, Varroabehandelt im Rahmen einer Brutentnahme, min 80% frisches Wabenwerk, Königinnen sind aus 2020, standbegattete F1, inkl. Zeichnung und Flügelschnitt. Völker sind bereits aufgefüttert und ab sofort zur Abgabe bereit. Die Völker können auch mit Beutensatz erworben werden. Preis auf Anfrage

Kunstschwärme in Ihrem Standmaß. Wir erstellen für Sie Kunstschwärme in Ihrem Standmaß mit standbegatteter F1 Königin aus 2020 (gezeichnet, Flügelschnitt). Sie stellen uns ihre Beute, Rähmchen mit Mittelwände, Futtertasche auf dem Hof, wir schlagen den Kunstschwarm ein, behandeln gegen die Varroamilbe und füttern den Schwarm leicht auf. Sobald die Königin in Eilage ist, können Sie Ihr Volk abholen. Preis auf Anfrage.

Gültiges Gesundheitszeugnis liegt vor.

Eine substanzfressende Woche…

Was unternimmt man nicht alles um bestes Bienenmaterial am Start zu haben. Verrückt? Sicher, aber ein wenig Spaß macht das Ganze schon auch. In der Woche mussten auch unsere Völker aus der Akazie zurückgeholt werden, die Tracht war verblüht und einen sortenfremden Trachteinschlag galt es zu vermeiden. Nach sechs intensiven Tagen kam ich auf dem Zahnfleisch daher. Nachfolgend die Chronologie der Woche:

Solche Königinnen braucht es! Die ersten Standbegattungen sind in Eilage, mal sehen wie hoch der „Fremddrohnen“- Einfluss wird. Wenn man es als Imker schafft solche langen und dicken Königinnen zu züchten, dann sollte man eigentlich auf dem richtigen Weg sein. Wir werden sehen ob die Damen halten was sie optisch versprechen.

08.06. Nach der Dienstzeit mussten 20 Begattungseinheiten erstellt werden. Ein befreundeter Imker bot uns an, kommenden Sonntag unsere Einheiten auf eine staatliche geschützte Buckfast-Belegstelle außerhalb Bayerns mitzunehmen. Gesagt getan, am 09.06. erfolgte dann der Transfer, 350Km in Summe um die Einheiten in Unterfranken für den Weitertransport anzuliefern. Auf dem Rückweg nahmen wir für den Kollegen noch 12 Begattungseinheiten für die Belegstelle Karwendel mit und wir bekamen 30 schlupfreife Zellen vom feinsten Buckfast-Material mit nach Hause. Herzlichen Dank lieber Jens, ich bin schon gespannt welche Völker die Damen aufbauen, vorausgesetzt die Begattung funktioniert im Karwendel.

Zellen, Zellen Zellen….. B99(FNG), B50(FNG), die Zellen der B10(JS), B16(JS) und Marken-Linie befanden sich im Backup-Brutapparat

10.06. Gegen Mittag verschulten wir die mitgebrachten 30 Zellen in Miniplus- Begattungseinheiten, da der Schlupftermin der Damen für einen Tag später vorgesehen war. Um 15:30 Uhr waren wir mit der Aktion fertig, auf dem Weg nach Hause, lieferte ich noch eine Königin bei einem von mir betreuten Jungimker ab, zwischen Tür und Angel versuchte ich zu erklären wie die Dame einzuweiseln ist, die Zeit drängte da wir um 16:30 Uhr nach Brandenburg zu den Akazienvölkern aufbrechen wollten. Dann noch kurz beim Nachbarn gehalten, um einen zweiten PKW- Anhänger abzuholen. Dieses Jahr fuhren wir mit zwei Gespannen nach Brandenburg um die Völker zu holen, mit nur einem Fahrzeug hätten wir die Fuhre nicht nach Hause gebracht (überladen). Als das alles organisiert war und ich zu Hause ankam standen die „Mitstreiter“ schon bereit. Zum ersten mal mit dabei ein weiterer Jungimker, der nach dem Monstertrip wahrscheinlich mit dem Imkern aufhört. Spaß bei Seite, die Fahrzeuge wurden noch vorbereitet, meine Frau überreichte uns die Lunchpakete für die kommenden Stunden und schon waren wir auf der Straße Richtung Osten. Dauerregen und ein Monsterstau zwischen Chemnitz und Dresden (zwei Stunden Zeitverlust) machten die Fahrerei zur Qual. Gegen 23:00 Uhr kamen wir in BB an, natürlich mussten wir im Dunkeln die Wandergitter anbringen, Völker verzurren etc. dazu kam noch die dampfige Luft, aber Gott lob kein Regen. Nachdem alles vorbereitet war erfolgte die nächste Quälerei, die sackschweren Völker (das Volk auf der Stockwaage wog satte 117Kg)mussten auf die Hänger, aber auch das brachten wir dann über die Bühne. Um 01:30 Uhr waren die Völker auf den Anhängern verzurrt und der Stand geräumt. Ab nach Hause! Kurz nach Dresden machten wir dann noch eine Tank- und Kaffeepause, auch nutzte ich die Möglichkeit das Steuer meinen Jungimker- Kollegen zu überlassen, was war ich bereits müde. Starker Regen, interessante Gespräche und die eine oder andere Minute Augenpflege begleiteten uns auf die restlichen Kilometer.

Das Bild entstand bei der Anlieferung in Brandenburg, sozusagen das Feierabendbier zur Morgendämmerung….. Sachen gibt es 🙂

11.06. Um ca. 06:30 erreichten wir den Heimatstand. Nochmals die sauschweren Völker „wuchten“, Wandergitter tauschen, Fluglöcher aufmachen und der Rest bis ins Bett ist dann nicht der Rede wert. Apropos Bett, um ca. 09:00 Uhr nach einer Dusche gab es den wohlverdienten Schlaf. Fazit: In Summe ca. 1600Km. Danke an Mike, Karl-Heinz und natürlich meinen Jungimkerkollegen Daniel. Am Nachmittag erfolgte dann die Schlupfkontrolle der am Vortag erstellen Begattungseinheiten, zusätzlich erstellte ich dann nochmals 20 Begattungseinheiten für die Anlieferung kommenden Samstag. Zu mehr war ich dann nicht mehr in der Lage.

29 Begattungseinheiten für die Belegstelle Karwendel, hoffentlich spielt das Wetter mit und vor allem benötigt es fitte Drohnen!

12.06. Die Akazienvölker mussten nach Dienstschluss gefluchtet werden, dank der regnerischen Wetterlage konnten wir den Tag Zeitverzug verantworten und ich war auch dankbar dafür. Dennoch nach den Strapazen der letzten Tage, wurde auch „die paar Völker fluchten“ zum Willenstest. Test bestanden!

13.06. Um 03:30 Uhr klingelte der Wecker, kurz unter die Dusche, Kaffee in den Thermobecher umgefüllt und ab ging es Richtung Süden, genauer gesagt, ins Karwendelgebirge zur Belegstellenanlieferung. Mit dabei, mein Dad und 60 Miniplus- Einheiten. Staufrei und mit strahlender Sonne erreichten wir um 08:00 Uhr die Belegstelle. Das Panorama ist schon beindruckend. Es blieb keine Zeit die Aussicht zu genießen, auf dem Rückweg musste ich noch zu den Denkendorf-Völker um die Tracht zu kontrollieren. Der Melezitose-Alarm hat sich dann letztendlich nicht bestätigt. Nachmittag um 16:00 Uhr endlich zu Hause, Zeit für ein Bier und einen Grill- Abend. Fazit des Tages: 600Km abgerissen.

Karwendel, ein tolles Panorama, wenn ich mal die Entdecklungsgabel an den Nagel hänge, dann freue ich mich schon auf lange Gebirgsspaziergänge mit meinem Family-Team.

14.06. Regen, Regen….. Vormittags besuchte uns ein Kunde um die vereinbarte Menge Honig abzuholen. Wieder schleppen…. 70 Eimer Frühjahrsblütenhonig mussten in den Transporter geladen werden. Nach der Mittagspause ging es dann an die „Akazienvölker“ die Honigräume holen. Die Ladung brachten wir dann auf zweimal nach Hause. Gegen 17:00 Uhr hatten wir die Zargen im Schleuderraum… FERTIG, im wahrsten Sinne des Wortes. Urlaub wäre jetzt nicht schlecht 🙂

Am 14. und 15.06. war schleudern angesagt, das Ergebnis, siehe nachfolgendes Bild.

Da lacht das Imkerherz, ein voller Klärbehälter…… der Lohn der vielen Strapazen.

Danke an alle Unterstützer und Gönner… Heinz, Karl-Heinz, Daniel, Mike und natürlich an meine Lady für die immer 1a Verpflegung 🙂

Läuft im Moment…

Das Frühjahr bzw. die Frühtracht waren analog zum letzten Jahr problematisch. Die Natur war dem Entwicklungsstatus der Völkern ca. zwei- drei Wochen voraus, dazu kam der extrem trockene April. Zwar gab es ein vielfältiges Blütenangebot, jedoch floß kaum Nektar aufgrund der Trockenheit. Wieder einmal lag die Hoffnung in der Rapstracht, leider spielte uns auch im Raps der Wettergott einen Streich. Kalte Nord- Ostwinde, Nachtfröste und erneute Trockenheit ließen keinen Nektarfluss zu. Die Völker standen Mittlerweile Gewehr bei Fuß aber wo kein Trachtwetter da wenig Ertrag. Trotz aller Widrigkeiten können wir unseren Kunden ausreichend Frühjahrsblüten- sowie Rapshonig anbieten, in hervorragender Qualität, der Wassergehalt der Frühtrachthonige liegt unter 16,5%.

Unsere Völker wurden die letzten Tage in neue Trachtgebiete verholt. Ein Teil steht in der Robinie bzw. Akazie und eine stattliche Anzahl in der Waldtracht. Kaum lagen die Temperaturen über 22° trugen unsere Bees ordentlich ein. Ein Beispiel gefällig? Heutiger Eintrag in der Akazie 9,5 Kg, 6,5 Kg im oberbayrischen Forst, sowie 4Kg im fränkischen Wald. Bleibt nur zu hoffen dass es sich nicht schon um Melezitosehonig handelt, das wäre zu dem frühen Zeitpunkt fatal.

Auch die Königinnenzucht läuft seit dem 31.05. wie am Schnürchen. Die Annahmequote der Anbrüter liegt bei ca. 90% ein beeindruckendes Ergebnis. Die Näpfchen sind randvoll mit Gelee Royale und die Zellen werden schön lang angezogen. Wenn jetzt noch der Brutapparat fehlerfrei läuft, dann steht auch der Belegstellenanlieferung nichts im Weg. Lassen wir uns überraschen.

Ein Frühlingsgruß zu Ostern

Wir wünschen euch schöne Ostern und vor allem, bleibt Gesund.

Zum Osterwochende die ersten Völker in die Obstblüte verholt. Bleibt zu hoffen, dass der für die nächsten Nächte vorhergesagte Frost ausbleibt.